Dankbares Erkennen

„Dankbares Erkennen“
von www.Nicole-Mund.de

Beinahe jeden Abend in ihrem Bett betete ein kleines Mädchen zu Gott. Einen kleinen Leoparden hatte sie dazu meist im Arm und die anderen vielen Plüschtiere lagen rings um sie herum. Sie bemühte sich im Schlaf ganz brav und lieb auszusehen, denn ihr Traum war es in der Nacht Fortzugehen. Warum wollte sie fort und träumte von einem anderen Ort? Es war eine große Furcht vor Wutausbrüchen und die Sorge um die Mutter, die beworfen wurde mit Flüchen. Jeden Abend war sie voller Hoffnung und sie übergab dem lieben Gott die Verantwortung. Die Jahre gingen ohne Verbesserung ins Land und so verbannte sie den Glauben an Gott und übergab alles an den Verstand. Die Geschenke in ihrer Wiege waren Offenheit, Freundlichkeit und Liebe. Dazu lernte sie rasch ihre Gefühle zu verwalten, denn so konnte sie im Außen ihr Image erhalten. Die Zeit machte sie stark und selbstbewusst und auf Heulerei hatte sie keine Lust. Die Angst bildete in ihr feinste Antennen und so konnte sie kleinste Stimmungsschwankungen erkennen. Aus ihren eigenen Erfahrungen heraus brachte sie großes Verständnis für ihre Mitmenschen auf. Konnte sie helfen, dann war sie bereit und wollte jemand reden, dann nahm sie sich Zeit. Sie gab wirklich viel, aber sie verfolgte damit auch ihr wichtigstes Ziel. Sie hätte dafür sogar alles gegeben, denn sie wollte unbedingt, dass andere sie lieben. Außerdem konnte sie so mit gutem Gewissen ihre eigene Seele vergessen. Somit hatte auch sie ihren Gewinn und wir erkennen nun den tieferen Sinn. Um diesen Zusammenhang dankbar zu verstehen, mussten sehr viele Jahre vergehen. Doch plötzlich begreift sie auch die ungeheure Trauer, sie hatte das Göttliche von sich getrennt mit einer dicken Mauer. Heute ist sie endlich sicher ein Teil der göttlichen Vollkommenheit zu sein. Nicht mehr, aber auch nicht weniger als andere und sie hofft, das tröstet nicht nur sie allein.

Von Herzen alles Liebe,
Deine Nicole

 

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